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Engagement für die Energiewende
10.08.2022

Solar4winners will die Menschen in der Schweiz für die Energiewende begeistern und aktiv daran beteiligen.

Am Anfang war die Idee: Der Burgdorfer Simeon Räber nahm an einem Anlass der sogenannten Selbstbaubewegung in Oberburg (BE) teil, bei der sich Eigenheimbesitzer gegenseitig bei der Errichtung von Solaranlagen unterstützen. «Um mich herum sah ich nur ältere Männer – und zugleich ging die Fridays-for-Future-Bewegung in Bern demonstrieren. Da habe ich mich gefragt: Wie können wir das Prinzip der Selbstbaugenossenschaften auf Geschäftskunden übertragen? Wie bringen wir die jungen Menschen auf die Dächer? Wie können wir generationenübergreifend die Energiewende vorantreiben – und vielleicht eine schweizweite Solarbewegung ins Leben rufen?»

Marktbedürfnisse klären und finanzielle Risiken minimieren

Über ein Jahr lang recherchierte der bei einem Schweizer Energiekonzern angestellte Portfolioanalyst, um seine Vision in die Realität umzusetzen. Er las Studien, erkundete den Markt und führte Gespräche mit potenziellen Investoren. Dabei stiess er auf reges Interesse. «Die Photovoltaik ist eine Schlüsseltechnologie zu einer CO2-freien Energieversorgung der Schweiz», sagt er. «Und viele Anlegerinnen und Anleger möchten ihr Geld in nachhaltige Projekte investieren.» Auch das Marktbedürfnis sei eindeutig vorhanden, denn: «Die Strompreise steigen. Wer nicht selbst produziert, für den wird es teuer.»

Im Juli 2021 rief er schliesslich mit sechs Fachleuten aus der Energiebranche, dem Anlagenbau und der Dachdeckerei die Solarbaugenossenschaft solar4winners ins Leben. Eigenkapital war aufgrund der Rechtsform keines nötig, so wurde ein Hauptrisiko bei Gründungen umschifft.

Sie gehören zum Gründungsteam von solar4winners: Christoph Mathys, Fabian Baerlocher, Simeon Räber und Pascal Städeli (v.l.n.r.).


Was unterscheidet solar4winners aber von anderen Solarbaugenossenschaften? «Wir sprechen nicht Eigenheimbesitzer an, sondern gezielt Geschäftskunden: Firmen, Bauernbetriebe oder Verwaltungen, bei denen es um grosse Dächer und höhere Investitionen geht.» Und so funktioniert das Geschäftsmodell: Mithilfe von Investoren finanziert, baut und betreibt solar4winners die Solaranlage und verkauft dann den Strom direkt dem Verbraucher. «Wir bieten Dachbesitzern die Chance, von einer Solaranlage zu profitieren, ohne selbst Kapital dafür aufbringen zu müssen.» Dabei gewährt solar4winners laut Räber günstigere Konditionen als lokale Stromversorger, weil die Solaranlagen von Freiwilligen errichtet werden. «Unter der Anleitung von Profis kann jeder anpacken, zum Beispiel Studierende, die statt eines Stundenlohns Anteilsscheine erhalten.» Es haben sich auch schon Helferinnen und Helfer gemeldet.

Ein Team, das sich perfekt ergänzt

Die grösste Herausforderung sei es jetzt, passende Dachflächen zu finden und die verschiedenen Akteure zusammenzubringen: Investoren, Dachbesitzer und Freiwillige, die die Paneele installieren. Aktuell laufen Gespräche und Planungen für erste konkrete Projekte. Weil solar4winners in der ganzen Schweiz Anlagen realisieren will, hat die Genossenschaft Valiant als Finanzpartnerin gewählt: «Die Firmenphilosophie passt zu uns. Entscheidend war aber die gute lokale Verankerung. Wenn wir zum Beispiel ein Projekt in der Westschweiz umsetzen, können wir drauf zählen, dass Valiant dort eine Geschäftsstelle hat und Mitarbeitende, die den Markt vor Ort kennen.»



Gründen mit Valiant
Der geschäftliche Erfolg hängt oft davon ab, wie die Gründung angepackt wurde: Gibt es ein Marktbedürfnis? Ist genügend Kapital vorhanden? Ist das Team optimal zusammengesetzt? Wenn Sie den Schritt in die Selbstständigkeit wagen möchten, kommen Sie gern auf uns zu. Wir wissen, was es braucht. Und unterstützen Sie rund um die Themen Zahlen, Finanzieren und Vorsorgen: valiant.ch/gruenden







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